Komplimente im Reisebüro – Jennifer’s Reise-Insel: Traumurlaub ist ihre Herzensangelegenheit

Am Ende der Wintermonate steigt unser Bedürfnis nach Sonne und Wärme in schier unermessliche Höhe. Sehnsucht nach Urlaub haben wir ja eigentlich eh das ganze Jahr. Aber es gibt Zeiten, in denen uns das Fernweh mal stärker und mal schwächer heimsucht. Vermutlich geht es vielen wie mir so, dass es sich eben gerade zu dieser Zeit doch etwas deutlicher bemerkbar macht. Im Februar tippt es mir fast schon in staccato von hinten auf die Schulter und erinnert mich daran, dass es langsam allerhöchste Eisenbahn wird, endlich die diesjährige Urlaubsplanung in Angriff zu nehmen. Gut, wenn einem hierfür das Reisebüro des Vertrauens zur Seite steht. Wenn man denn so eines hat 🙂 Im oberfränkischen Lichtenfels kann man hier schnell fündig werden. Wer einmal seine Reiseplanung in die Hände von Jennifer und ihrem Team der „Reise-Insel“ gegeben hat, macht das sehr gerne immer wieder. Da Lichtenfels in kurzer Distanz zu mir liegt, kann ich mich diesmal persönlich aufmachen und besuche Jennifer in ihrem Reisebüro, um mich mit ihr u.a. über ihre Reise-Insel, Komplimente, Kunden und ihr Team zu unterhalten…

Darf ich vorstellen.

Jennifer ist Mitte 30 und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Lichtenfels. Sie stammt gebürtig aus der Stadt und die „Reise-Insel“ ist tatsächlich auch das Reisebüro, in dem sie schon ihre Ausbildung absolviert hat. Na klar, das Reisen ist ihre Leidenschaft, daher lag dieser Berufswunsch nahe. Wenn sie einmal alt ist, möchte sie auf eine Weltkarte blicken können, die über und über voll mit den Ländern gekennzeichnet ist, die sie im Laufe ihres Lebens bereist hat. Im Büro hängt auch so eine Karte. Für’s Team. Die ist schon gut bespickt 🙂

Nach ihrer Ausbildung sah sie eigentlich keinen Grund, mal in einem anderen Reisebüro arbeiten zu wollen, sie fühlte sich in der Reise-Insel absolut wohl. Jedoch waren es ihre damaligen Chefinnen, die ihr weise nahegelegt haben, dass man auch mal woanders gearbeitet haben sollte. Ein bisschen nach dem Motto „Ziehe in die Ferne um die Heimat zu schätzen“. Das tat sie dann auch mehr als ein Jahr ehe sie von der Reise-Insel zurückgerufen wurde. Allerdings nicht als Mitarbeiterin sondern als Inhaberin. Eine Riesenchance – aber auch ein Riesenschritt für eine 18-Jährige. Glücklicherweise hat sie sich dafür entschieden, wie sie nach mittlerweile 16 Jahren lächelnd feststellen kann.

Denn nicht nur beruflich war das ihr Glück sondern auch privat. Ihre damalige Chefin ist heute ihre Schwiegermutter. „Mit der Büroübernahme habe ich auch meinen Mann mitbekommen“, lacht sie. Nun schaut auch ihre Kollegin Anja von ihrem Platz auf und grinst: „Du hast quasi gleich All Inclusive gebucht“ 🙂

Eine Trauminsel im Puzzleformat 4 x 4.

Nicht nur wenn es um ihr Reisebüro geht, kommt Jennifer ins Schwärmen. Auch wenn es um ihr Team geht, strahlt ihr Gesicht. Man kann schon an ihrer Ausdrucksweise hören, dass sie auf ihr Team echt stolz ist. Sie sagt nicht: „Ich habe drei Angestellte“, nein. Sie sagt: „Wir sind zu viert im Team“ und sieht sich schlicht auch als ein Teil des Teams. „Du bist eben eine Chefin mit Herz“, lächelt Anja sie an und es ist deutlich zu spüren, dass das nicht nur so dahin gesagt ist. Die beiden können sich blind vertrauen und wissen oft unausgesprochen, was die andere denkt oder meint. Gerade während der Corona-Krise hat es sich gezeigt, wie wichtig und hilfreich es ist, auf einer Wellenlänge zu sein. „Wer nach Corona noch hier sitzt, hat echt eine dicke Haut“, bekräftigt Jennifer. Eigentlich dachten sie schon im Jahr 2019, in dem es schon ungewöhnlich viele Herausforderungen für die Reisebranche gab (wie zum Bsp. die Thomas-Cook-Pleite), dass es nicht mehr schlimmer kommen kann – und dann kam Corona. Während dieser Zeit lenkten Jennifer und Anja im Alleingang das Insel-Schiff durch den stürmischen Ozean. Jede im Team hat Kinder. Eine Kollegin befand sich während Corona in Elternzeit, die vierte kam erst im Anschluss dazu. Somit wissen Jennifer und Anja sehr gut wie es ist, während der Pandemie im Home-Office mit zwei kleinen Kindern irgendwie zu versuchen alles am Laufen zu halten. Sie hatten Verständnis dafür, dass andere Reisebüros ganz dicht machten und  Stornierungen, Reklamationen und die wenigen Buchungen in die Hand der Reiseanbieter gaben. Aber hier kommt eine weitere Komponente ins Spiel, die die Reise-Insel so besonders macht: Ihre Kunden. Die sind ihnen so ans Herz gewachsen und meist langjährige, treue Stammkunden – die wollten sie nicht einfach so hängen lassen. Sie sind froh, dass sie auch diese Zeit meistern konnten und sind sich sicher: „Jetzt könnte uns eigentlich nur noch die Kaffee- oder Schokikrise schocken.“

Auch Anja ist froh, dass sie in der Reise-Insel gelandet ist und möchte hier nicht mehr weg. Sie hat für ihr Team folgendes Sinnbild: „Eigentlich sind wir wie vier Puzzleteile, die nach langer Zeit endlich zueinander gefunden haben und sich nun perfekt ergänzen.“ Zwischenzeitlich geht die Tür auf und eine gut gelaunte Frau tritt ein. „Hier kommt das dritte Puzzleteil“, lacht Anja.

Das dritte Puzzleteil heißt Yvonne und wird an diesem Nachmittag im Reisebüro die Stellung halten. Auch ihre Geschichte ist besonders. Sie sagt sofort: „Die Reise-Insel ist das Beste was mir passieren konnte!“ Sie ist Quereinsteigerin in diesem Beruf und kam irgendwie durch ihre Reiseleidenschaft zur Reise-Insel. Dort engagierte sie sich zunächst nebenberuflich und nachdem klar war, dass sie wie gemacht für den Job und das Team ist, wurde sie sozusagen ein hauptberufliches Reisepuzzleteil 😉 Meiner Meinung nach spricht das wiederum auch für Jennifer und sollte allemal ein Kompliment wert sein: Einer Quereinsteigerin eine Chance geben macht in diesem Beruf nicht jeder. Das zeigt, dass man hier das Ganze im Blick hat und auch auf andere Werte setzt.

Die Vierte im Bunde ist Juliane. Sie habe ich bisher leider nicht persönlich kennen lernen können, da sie an dem Tag frei hatte. Aber auch für sie hatten ihre Kolleginnen viele Komplimente übrig.

Hier passt es einfach im Team. Und so kann auch mal Jennifer ganz beruhigt in den Urlaub fahren und komplett abschalten. Sie weiß ihr Geschäft während ihrer Abwesenheit in den besten Händen und dass ihre Mädels das immer rocken werden. Wobei – abschalten kann man als Reiseverkehrskauffrau im Urlaub wohl doch nie komplett. Ein bisschen was von einer Produktkundefahrt hat das wohl immer 😉

Was macht diese Insel so besonders.

Auch hier bilden viele Puzzleteile ein Ganzes. Die Quintessenz ist aber folgendes: „Egal wer vor uns sitzt und egal wohin er will – wir denken und planen so, als ob es unser eigener Traumurlaub wäre“, erzählt Jennifer. Das beinhaltet aber auch, dass sie ehrlich aussprechen, wenn Vorstellungen oder Planungen nicht geeignet oder machbar sind. Sprich hier steht nicht der maximale Verkauf und die Gewinnoptimierung an erster Stelle sondern die Zufriedenheit des Kunden. Die langfristige Zufriedenheit des Kunden. Und ehrliche Verkäufe schaffen langfristig weitaus mehr Vertrauen. So werden Neukunden eher zu Stammkunden. Auch wenn so manch ein Kunde im ersten Moment schon mal gestaunt hat, dass ihm hier auch mal was ausgeredet wird. Ehrlichkeit ist der Grundstein einer Vertrauensbasis.

Und so kann die Reise-Insel zu recht auf eine große Stammkundschaft blicken. Jennifer betreut viele schon seit ihrer Ausbildung. Wenn man es so nennen möchte: Man betreut den Werdegang eines Menschen aus der Urlaubsperspektive. Erst planen sie für sie den ersten eigenen Urlaub, den mit Freunden, die Paarurlaube, den Junggesellen(innen)abschied, die Familienurlaube und wenn es sein muss auch den Urlaub als Alleinerziehende(r) mit Kindern. Und so weiter.

Es spricht natürlich auch für sich, dass ihre Kunden immer und immer wieder und in jeder Lebenslage vertrauensvoll zu ihnen kommen. Sie kennen sie und ihre Vorlieben und können so schon ganz anders vorplanen. Allein mit dem Reiseabschluss ist es auch nicht getan. Sie bleiben Ansprechpartner bis zur Reise, währenddessen und auch im Nachgang. Sie kümmern sich und machen möglich was nur geht. Auch außerhalb der normalen Arbeitszeiten. Sie sind auch nicht nur an ausgewählte Reiseanbieter gebunden sondern können raussuchen, was das augenscheinlich Beste für den Kunden ist. Und wenn’s im Team stimmt, spüren das auch die Kunden. Es herrscht eine rundweg einladende Atmosphäre.

Komplimente im Reisebüro.

Wenn Kunden immer wieder kommen, ist es eigentlich schon das größte Kompliment für ein Reisebüro. Da sind sich die Damen einig. Wenn Kunde und Reiseberater eine Vertrauensbasis über teilweise Jahrzehnte haben, trifft das noch mehr zu. Und so betrachtet, ist das hier eine Insel aus Komplimenten 🙂

Dass in diesem Reisebüro allgemein nicht an Komplimenten gegeizt wird, merkt man sofort. Sie sprechen aus, wenn ihnen etwas gefällt, wofür sie dankbar sind, was sie bewundern und was ihnen zu Herzen geht. Wie sie finden ist das eine innere Einstellung, die sie alle leben – und die auch wieder zu ihnen zurückkommt. Nicht nur in Form von wiederkehrenden Kunden. Nicht nur in freundlichen und dankbaren Worten ausgesprochen. Was hier auffällt: Die Leute drücken ihre Dankbarkeit und Verbundenheit noch häufig in kleinen und auch persönlichen Geschenken und Aufmerksamkeiten aus. Da werden mal selbstgemachte Pralinen vorbeigebracht. Zur Weihnachtszeit natürlich selbstgebackene Plätzchen und obwohl man ein Reisebüro nicht so häufig im Jahr aufsucht wie andere Dienstleistungen, werden sie zu dieser Zeit trotzdem reichlich beschenkt. Ihre Kunden lassen sie teilhaben am Urlaub und senden von vor Ort Bilder und Urlaubsgrüße. Sie erhalten aber auch noch handgeschriebene, persönliche Postkarten aus dem Urlaub. Oder auch mal persönliche Hochzeitskarten mit vielen Bildern als Dank für eine wundervolle Hochzeitsreise.

Diese Dinge empfinde ich als sehr großes Kompliment. Wenn Kunden sich Zeit nehmen – selbst im Urlaub direkt – Geschenke aussuchen, selbstgemachte Sachen vorbei bringen, sich persönliche Worte überlegen – ja dann hat man doch eigentlich schon alles erreicht. Sich Zeit nehmen und Gedanken über etwas machen – das ist nicht mehr selbstverständlich und eine echte Wertschätzung.

Das größte Kompliment.

Da fällt ihnen spontan als erstes eine Geschichte aus der jüngeren Vergangenheit ein. Eine Kundin plante für ein halbes Jahr in einem Land am anderen Ende der Welt studieren. Bei der Organisation ging aber tatsächlich bei jedem einzigen Schritt etwas schief. Sei es von Seiten der Universität, von Behörden oder der Hinreise  – Visa, Streik, Flugausfall, Wettereskapaden im Ankunftsland – wirklich alles bereitete Probleme. Die Kundin war eigentlich schon am Verzweifeln und wollte das ganze Projekt absagen aber das Team der Reise-Insel hat ihr immer wieder gut zugeredet, sie unterstützt und zu jeder Zeit ihr Möglichstes getan. Nachdem bei der Frau selbst unterwegs einige Vorkommnisse waren, fieberten die Vier auch privat die ganze Zeit mit, bis ihre Kundin wirklich angekommen war. Diese schaffte es gerade noch so zur ersten Pflichtveranstaltung. Ihre Dankbarkeit für die Reise-Insel kennt nun keine Grenzen und sie hat schon mehrfach und auf vielfältige Weise ausgedrückt, dass sie es ohne Jennifer und ihr Team nicht mehr verwirklicht und geschafft hätte.

Zu dem Thema fallen ihnen eigentlich allgemein nur Geschichten ein, an denen das ganze Team beteiligt war. „Ist aber logisch“, wirft Jennifer mit Nachdruck ein, „wir sind ein Team! Wir wirtschaften in einen Topf, wir schöpfen aus einem Topf und wir unterstützen uns in allem gegenseitig.“ Als ich nochmal nachhake, ob ihnen zum Thema „Größtes Kompliment“ im Einzelnen auch etwas besonders im Gedächtnis geblieben ist, nennen sie hauptsächlich bestimmte, langjährige Kundenbeziehungen. Anja hat zum Beispiel eine Kundin, die seit 25 Jahren jeden ihrer Urlaube nur bei ihr bucht, egal wo sie gerade tätig war.

Wofür braucht es mehr Komplimente.

Da geht ihr Blick eher allgemein in Richtung unserer Gesellschaft. Sie sind wie ich der Meinung, dass ein guter Umgang untereinander stark gelitten hat. „Es braucht wieder mehr Respekt vor anderen Menschen – unser allgemeiner Respekt füreinander fehlt einfach.“ 

Sie sind davon nicht so betroffen aber auch sie beobachten die fehlende Achtung vor und in anderen Dienstleistungsbranchen. Die Hemmschwelle seinen Frust an anderen abzuladen, ist seit Corona gesunken.

Die Mädels selbst gehen mit gutem Beispiel voran. Sie üben sich auch privat wo es nur geht in Freundlichkeit und dem Verteilen von Komplimenten. Auch wenn das nicht immer (sofort) erwidert wird. Aufgegeben wird nicht 🙂

Ein Kompliment für den Beruf.

Abschließend frage ich Jennifer, welches Kompliment sie denn spontan ihrem Beruf aussprechen würde. „Du bist das Tollste was mir passieren konnte“, lautet ihre Antwort.

Yvonne bekräftigt das. Zum Schluss merkt sie noch an, dass es wünschenswert wäre, wenn die Menschen die Weisheit „Begib dich einmal im Jahr an einen Ort, an dem du noch nie gewesen bist und mache mindestens einmal im Jahr etwas, was du noch nie gemacht hast“ verinnerlichen würden. Es würde so viel Mehrwert und Möglichkeiten bei rausspringen.

Liebe Jennifer,

ich freue mich wirklich sehr, dass du und dein Team jetzt auch ein Teil in meiner Komplimenteschmiede seid 🙂

Man merkt euch einfach an, dass ihr für euren Beruf, für eure Kunden und für euch untereinander brennt. Und es ist schön mit anzuhören, wie ihr euch liebevoll als „alte Reisetanten“ bezeichnet 🙂

Ich finde es herausragend, dass bei euch noch wirklich der Kunde und die für ihn passende Traumreise im Vordergrund stehen. Ihr lebt mit Ehrlichkeit und Herzblut eure Berufung. Es wirkt als ob ihr eure Kunden unsichtbar an die Hand nehmt und vom Reisewunsch bis zur Rückkunft sanft begleitet.

Bei euch ist das Fernweh in guten Händen und ich wünsche euch, dass ihr als starkes 4er-Puzzle weiterhin euch und eure Kunden in der Nähe und in der Ferne jederzeit glücklich seht 🙂

 

PS: Wer könnte meine Rubrik „Komplimente für Lieblingsorte“ besser eröffnen als Reiseverkehrskaufleute aus Leidenschaft? Deshalb freue ich mich, dass mir und euch die Mädels in Kürze einen Beitrag über ihre Lieblingsorte schreiben 🙂

Bildrechte: Die Reise-Insel

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Eva's Komplimenteschmiede

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner